Sylt à la carte

Sylter Restaurant-Tipps


Austernmeyer – List
Die Kompetenz in Sachen Austern: Hier bietet der Erzeuger, die Fa. Dittmeyer, ihre eigenen in der Lister Blindselbucht gezüchteten Sylt Royal Austern in der kleinen urigen Probierstube an, die direkt dem Produktions- und Versandgebäude angegliedert ist.


Über 200 Jahre Alter Gasthof – List

Dieses Restaurant besteht seit 1804 in einem wunderbaren alten Bauernhaus von 1650 und trotzt der beliebig, lieb-losen Nachbarbebauung. Es hat sich schon lange einen Ruf für Austern und vorzüglichen Hummer gemacht. Das Interieur und der historische Geist kom-men nicht ganz an die Westerländer Alte Friesenstube heran, aber die Küche hat in diesem Reigen den höchsten kulinar-ischen Anspruch. Dieser ist von Küchen-meister Koch geprägt und seinem Faible für Regionaltität und heimische Erzeug-nisse. Das hat auf der Speisekarte seinen Preis. Auf der Weinkarte auch.


Dorfkrug – Kampen

Seit 1876 ein echtes friesisches Kleinod in der sonst so schnelllebigen Vergäng-lichkeit des gastronomischen Kampener Dorflebens. Gepflegte Rustikalität, wunderbare Bratkartoffeln und Lammgerichte.


Bistro Buhne 16 – Kampen
Simple Bretterbude am Promistrand von Kampen mit frischesten Makrelen direkt von Freunden des Kochs geangelt und vor den Augen der Gäste angelandet.


Landghasthof Weißes Kliff – Braderup

Berühmt für seine original Sylter Meeräsche. Unweit des Wattenmeer-zuganges, wo ich als Kind Horhecht angelte.


Wonnemeyer – Wenningstedt
Strandrestaurant und Bretterbude am Wenningstedter Klifffuß auf dem Strand. Wechselnde Fische, meist im Ganzen und in der Pfanne serviert.


Zur Mühle – Munkmarsch
Zu dem winzigen Ort Munkmarsch fällt den meisten Syltkennern das formidable Luxushotel „Altes Fährhaus“ und der kleine, heute leider nur noch privat genutzte Hafen ein. Munkmarsch liegt malerisch am Wattenmeer mit traumhaften Wanderwegen durch die Braderuper Heide bis nach Kampen oder nach Osten Richtung Keitum, an der alten Kirche vorbei über Wattwiesen und abwechslungsreichen Landschaften. Viele pitoreske Landschaftsbilder stammen von hier. Und direkt an der Kleinen Kliffkante oberhalb des Hafens nebst der vorgelagerten Bucht liegt zunächst etwas unscheinbar das Restaurant „Zur Mühle“ auf einer Anhöhe. Ein Backsteinbau aus den 1970er oder 80er Jahren mit einladendem Vorgarten als Gästeterrasse. Neben einem wunderschönen Blick über die Keitumer Bucht sieht man das liebevoll restaurierte Fährhaus und den kleinen Yachthafen mit den paar Booten, die auf Reede liegen und bei Ebbe trocken fallen. Ganz nah an der Uferkante und leicht erhöht. Wanderer und gelegentlich Rösser und Reiter ziehen vorüber. Sylt einmal ganz anders und doch wunderschön. Auch bei Westwind läßt es sich hier gut aushalten. Der Blick ist genauso gut oder vielleicht sogar besser als im nahgelegen Luxushotel – das Vergnügen hier ist nur viel günstiger. Der Kuchen aus Großtantes Backstube ist außergewöhnlich lecker und sei an dieser Stelle sehr empfohlen.


Kleine Teestube – Keitum
Ein Kleinod inmitten des friesischsten aller Sylter Inselorte: Ein Besuch, der sich lohnt: Frischgebackene Kuchen (Friesentorte!) oder Waffeln, kleine Deftigkeiten oder einfach eine gute Tasse Tee. Von Syltkennern empfohlen!


Fischfiete – Keitum
Sylts traditionsreichstes Fischrestau-rant in einem alten Friesenhaus im Kapitänsdörfchen Keitum. Hier gibt es Klassiker wie Steinbutt, Scholle und Seezunge in Bestform. Seit Jahren in Sachen Fisch unangefochten, aber zu happigen Preisen. Bei entsprechendem Wetter unbedingt im Garten speisen.


Sünhair – Keitum
Im friesischsten aller Sylter Dörfer, in Keitum und dort in der Ortsmitte, ist
das Sünhair gelegen. Ein modernes Friesenhaus mit neuer modern interpretierter Küche. Alles sehr regional, vieles auf Keitum bezogen und sehr persönlich, weil mit nur acht Tischen ausgestattet und familiär geführt. Gastfreundlich kalkuliertes Preisniveau.


Blums Seafood Bistro – Tinnum
Wer auf gehobenes Ambiente und Toplage dieses Bistros verzichten kann, wird mit Spitzenqualität der Fische und mit günstigen Preisen belohnt. Hier ist der führende Sylter Fischgroßhandel. Sicher besser als der große und bekanntere Konkurrent mit dem roten Hummer im Firmenschild.


Landhaus Stricker – Tinnum

Die Top Adresse mit kulinarischer Tradition im historischen Gehöft und heute so frisch, wie gerade aus dem Ei gepellt. Eigentlich kein Geheimtip mehr – man hört und liest es überall: Patron und Chefkoch Holger Bodendorf übertrifft sich selbst. Eines der besten Gourmetrestaurants Schleswig-Holsteins hat hier seine Heimat. Doch das Landhaus Stricker steht für mehr: In dem schönen und stattlichen Friesenhaus von 1784 wird schon seit den 1960er Jahren außergewöhnlich gut gespeist und ist seitdem bei Feinschmeckern aus nah und fern beliebt.


Weinhaus Schachner
Fisch, aber kein Sylter Fisch: Hier gibt es eine kleine Auswahl im Bereich der edelsten und kostbarsten Delikatessen in Sachen Fisch: Baliklachs und Störkaviar in Variationen. Und hier findet man den besten Wein zum Fisch: Sehr kompetent und freundlich.


Alte Friesenstube – Westerland
Der Superlativ in dieser Rubrik: 1648 -Das älteste Friesenhaus der Insel beherbergt dieses gemütliche, originelle, authentische Restaurant – es ist ein wenig wie speisen im Museum. Und Vorsicht: Kopf einziehen. Hier ist eben nicht nach DIN erbaut. Die Speisekarte, auf Plattdeutsch geschrieben, offeriert alle Köstlichkeiten der Insel, rustikal und schmackhaft.


Morsum Kliff – Morsum
Seit Jahren führen die Vollprofis Rudolf Schwenn mit seiner Frau Renée Kreis sehr erfolgreich dieses Schatzkästchen als Solitär hoch oben auf dem Morsumer Kliff und meistern bemerkenswert den Spagat tagsüber ein beliebtes Ausflugslokal mit wunderschöner Terrasse und für jedermann zugänglich zu sein und abends eine exzellente Küche unter Verwendung hiesiger Produkte in kreativer Zubereitung anzubieten. Dazu bietet dieses gastliche Reetdachhaus auch einige wunderschön hergerichtete Hotelzimmer, die ich Syltliebhabern empfehlen möchte, die nach etwas ganz Besonderem suchen.


Fränkische Weinstuben – Morsum
Tiefstes Morsum und wieder ein Geheimtip, der eigentlich keiner ist: Denn seit über 40 Jahren bereitet die Familie Christoph in diesem, etwas versteckt gelegenem und paradiesisch anmutendem Landgasthof köstliche Wildgerichte, wie etwa die ½ knusprige Wildente nach Art des Hauses und andere regional inspirierte Spezialitäten zu. Die fränkische Weinbegleitung dazu leuchtet ein. Uromas Zwetschgenkuchen im Kaffeegarten zu genießen in diesem nach Familienchronik überliefert, zu den ältesten Sylter Häusern gehörende Gehöft, ist ein traumhafter Genuss und bietet sich auch als Ziel für eine Radtour in den „wilden Sylter Osten an.