WIR GENIESSEN POLO

Polo Sylt

Der elitäre Polosport findet auf Sylt einen großen Zuspruch. Neben dem jährlich stattfindenden Turnier hat sich das Pologeschehen auf Sylt einen festen Platz in der Saison erobert.

Sylt&Friends ist seit vielen Jahren auf auf Poloveranstaltungen präsent, mit einem eigenen Sylt Team in Berlin und hat offizielle SF Polo Player Party veranstaltet.


Terminvorschau 2014

BEACH POLO WORLD CUP SYLT
07. und 08. Juni, Pfingsten 2014
in Hörnum, Sylt

GERMAN POLO MASTERS SYLT
25. Juli bis 03. August 2014
in Keitum, Sylt

Termine ohne Gewähr – Änderungen durch Poloverband vorbehalten


In Keitum findet seit vielen Jahren das German Polo Masters – High Goal-Poloturnier mit internationalen Poloteams und über 100 Pferden statt. Viele exklusive Veranstaltungen finden rund um das Turnier statt, wie z.B. die Polo Players Night im Pony – Kampen. Beim Sylter Polo Club kann man das Polospielen auf Sylt erlernen.

In den hochwertigen Boutiquen der Insel findet man die begehrten Polo Outfits.

Neben den Veranstaltungen der Insel geben wir Ihnen einen Überblick über die Polowelt. Sie finden alles Interessante über den Polosport, die Geschichte, die Polo- Ausrüstung und Besonderheiten des Sports.

Sie finden auf unserem Poloforum, wo Sie Polo spielen können und die wichtigsten Adressen und Turniere in Deutschland.

 

Polo Basics & Regeln


Basics

Ball und Stick
Der Stick ist der Poloschläger aus Weiden- oder Bambusholz und darf nur in der rechten Hand gehalten werden. Mit der Zigarre, dem unteren Teil des Schlägers, wird der Ball geschlagen. Heute besteht dieser aus Kunststof, traditionell jedoch aus gepresstem Bambusholz. der Stick hat einen Durchmesser von 10 cm und wiegt ca.130g.

Grundschläge
Ein Spieler darf den Stick nur in der rechten Hand führen. Hieraus egeben sich die typischen Grundschläge auf der rechten Seite des Pferdes (offside) und der linken (nearside). Ihren Ursprung haben die englischen Begriffe darin, dass ein Reiter oder Pfleger am Boden möglichst alles von der linken Seite des Pferdes ausführt. Die rechte Seite des Pferdes ist also „abseits”, die rechte.„nah”. Forehand Schläge sind Schläge nach vorn, Schläge nach hinten als Backhand. Der Nearside Backhand-Schlag wird auf der linken Seite des Pferdes nach hinten geschlagen.

Gentlemen-Sport
Unter den weltweit populären Sportarten nimmt Polo in einem Punkt eine Sonderstellung in der heutigen Zeit ein: es wird nicht um Geld gespielt, sondern nur um die Ehre. Zwar gibt es Profi-Spieler, diese erhalten jedoch kein Preisgeld vom Turnierveranstalter, sondern werden unmittelbar vom so genannten Patron bezahlt, dem Spieler, der das Team zusammenstellt. Eine weitere Eigenheit des Polosports ist, dass nur selten Mannschaften ständig zusammen spielen. Der Normalfall ist eher, dass für jedes Turnier einzelne Spieler, die dort antreten möchten, ein passendes Team eigens für dieses Turnier aufstellen, so dass im Laufe einer Saison die meisten Spieler in wechselnden Mannschaften antreten.

Handicaps
Jeder Polospieler hat, ähnlich wie ein Golfspieler, ein so genanntes Handicap. Eine unabhängige Kommission stuft die Spieler je nach ihrer Spielstärke in Kategorien ein. Das niedrigste Handicap ist -2, das höchste +10. In Deutschland besitzen rund 46% der Polospieler ein Handicap von -2 oder -1 und nur rund 6% ein Handicap von +2 oder mehr. Der beste deutsche Polospieler hat ein Handicap von +5. Das Handicap-System ermöglicht es, für ein Turnier annähernd gleich starke Teams aus Spielern unterschiedlicher Spielstärke zusammen zu stellen. Dadurch wird vermieden, dass ein Team von vornherein den anderen überlegen ist, was bei den Zuschauern zu Langeweile führen könnte.

Handschuhe
Um mehr Griff zu haben sind Handschuhe empfehlenswert.

Hose
Die weiße Jeans ist Klassisch.

Knieschoner
Beim Abreiten im Spiel sind die Polsterungen sehr nützlich. Es gibt sie aus Leder (klassisch) oder Velcro, mit geschnallten Riemen oder mit Klettbändern.

Polohelm
Der Polohelm muss gut sitzen und stabil sein. Es ist Pflicht den Helm während des Spieles zu tragen. Der Tropenhelm stand für die Formgebung des klassischen Polohelms Pate. Nicht Pflicht, aber unbedingt empfehlenswert ist das “Face Guard“, der fest am Helm montierte Gesichtsschutz.

Pferde
Grundsätzlich können Pferde jeder Herkunft und Größe eingesetzt werden. Nur Hengste sind aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Zum Schutz der Pferde müssen diese an allen Beinen Bandagen tragen. Die Schweife sollen eingebunden sein. Ein Pferd darf pro Tag in nicht mehr als zwei Chukkern eingesetzt werden. Diese dürfen nicht direkt aufeinander folgen.

Die Schläge
1. Offside-Schläge erfolgen an der rechten Seite des Pferdes.
Der Vorwärtsschlag heisst Offside Forehand, der Rückwärtsschlag Offside Backhand.
2. Für dieNearside“-Schläge auf der linken Seite des Pferdes
muß sich der Spieler im Sattel drehen und den Stick auf die andere Seite des Pferdes bringen. Der Vorwärtsschlag heisst Nearside Forehand, der Rückwärtsschlag Nearside Backhand.
3. “under the neck” die Schläge vor dem Pferd bzw. unter dem Hals des Pferdes nennt man.
4. “Round the tail”-Schläge gehören zu den schwierigsten Schlägen,die hinter dem Pferd ausgeführt werden.

Sattelzeug.
Da der Reiter ständig in Bewegung, und sich zum Schlagen sehr weit aus dem Sattel herauslehnt, wird meistens mit Vorderzeug und mit einem extra Sattel-Übergurt gesattelt.

Schiedsrichter
Das Spiel wird von zwei berittenen Schiedsrichtern (umpires) auf dem Feld geleitet. Der Oberschiedsrichter (referee) am Spielfeldrand entscheidet, wenn die beiden Feldschiedsrichter unterschiedlicher Meinung sind.

Seitenwechsel
Ein Überbleibsel aus den Gründertagen des modernen Polo im kolonialen Indien ist das Wechseln der Seiten nach jedem Tor. Da wegen der großen Hitze in Indien meist erst am Abend bei tief stehender Sonne gespielt wurde, versuchte man mit dieser Regelung, die Vor- und Nachteile für beide Mannschaften so gut wie möglich auszugleichen. Für einen Zuschauer, der zum ersten Mal ein Polospiel erlebt, kann dieser Seitenwechsel nach jedem Tor verwirrend sein. Es soll allerdings auch schon vorgekommen sein, dass selbst erfahrene Spieler mit großem Eifer auf das falsche Tor zugestürmt sind.

Spielfeld
Das Polospielfeld ist 300 yards (ca. 270 m) lang und 200 yards (ca. 180 m) breit. Die Torpfosten, drei Meter hohe Stangen stehen 8 yards (ca. 7,20 m) auseinander. Eine obere Begrenzung gibt es nicht. Als Torerfolg wird jeder Ball gerechnet, der zwischen den Torpfosten oder den gedachten Verlängerungslinien der Pfosten – gleich in welcher Höhe – hindurchgeschlagen wird.

Spielklassen
In Deutschland unterscheidet man abhängig vom Können (also dem Team-Handicap) der teilnehmenden Mannschaften zwischen

“LOW GOAL” (Team-Handicap -2 bis +2 bzw. 0 bis +4),
“MEDIUM GOAL” (Team-Handicap zwischen +2 bis +6 bzw. +4 bis +8)
“HIGH GOAL” (Team-Handicap ab +8 bzw. +10).

Obige Werte nennen wir als Richtwerte, sie können je nach individueller Ausschreibung des veranstaltenden Clubs geringfügig abweichen.

Spielzeit
Ein Spiel besteht aus mindestens vier und höchstens acht Spielabschnitten, die Chukker genannt werden. In der Bundesrepublik werden meist vier Chukker gespielt. Ein Chukker ist 7 1/2 Minuten lang. Dies ist die reine Spielzeit. Bei Unterbrechung des Spiels wird die Uhr angehalten. Die Pausen zwischen den Chukkern betragen ca. drei Minuten, nach dem zweiten Chukker etwa fünf Minuten. Seitenwechsel erfolgt nicht nur nach jedem Chukker, sondern nach jedem Torerfolg.

Stiefel
Die Polo-Stiefel sind stets braun und meist massgefertigt. Es gibt verschiedene Modelle mit oder ohne Reissverschluss, mit oder ohne eingesticktem Monogramm.

Stickhaken
Der gegnerische Spieler darf mit dem Stick am Schlag gehindert werden. Der angreifende Spieler versucht dabei, den Schlag des anderen zu stören oder zu unterbinden, indem er ihn mit seinem eigenen Stick behindert. Dies ist jedoch nur erlaubt, wenn der gegnerische Reiter dabei nicht noch anderweitig behindert wird und sich der Ball zwischen den Pferden der beiden Spieler befindet. Dieses Haken ist nur bis zur Pferderückenhöhe erlaubt.

Taktik
Die vier Spieler einer Polomannschaft erfüllen unterschiedliche taktische Aufgaben. Der Spieler mit der Nummer eins ist der Torjäger. Seine Aufgabe ist vor allem, das Spiel ohne Ball so zu beherrschen, dass er von seinen Mitspielern in einer Position angespielt werden kann, die ihm freie Bahn zum Tor gewährt. Greift die gegnerische Mannschaft an, so muss der Spieler mit der Nummer eins versuchen, den gegnerischen Verteidiger auszuschalten, so dass dieser den Angriff nicht unterstützen kann. Der Spieler mit der Nummer zwei ist die Arbeitsbiene des Teams. Er muss zum einen versuchen, den gegnerischen Spielmacher am Spielen zu hindern als auch die eigene Nummer eins bei Angriffen zu unterstützen. Nummer drei ist der Spielmacher, meistens der beste Spieler einer Mannschaft. Er baut die eigenen Angriffe auf und greift sofort ein, wenn die gegnerische Mannschaft zu einem Gegenangriff ansetzt. Nummer vier schließlich ist der Verteidiger. Er sichert das eigene Tor gegen Angriffe ab, indem er weit nach vorn geschlagene Bälle abfängt und zurückschlägt oder neben mit dem Ball angreifenden Gegenspielern auftaucht und diese abreitet oder hooked. Sofern er den gegnerischen Angreifer nicht in einer günstigen Anspielposition zurücklässt, kann er sich gegebenenfalls auch in die eigene Offensive einschalten. Einen Torwart wie im Fußball gibt es beim Polo nicht. Abgesehen davon, dass es sehr schmerzhaft wäre, einen hart geschlagenen Poloball mit dem Körper abzufangen, würde ein vor dem Tor oder auf der Torlinie postierter Spieler unweigerlich in das Wegerecht eines angreifenden Gegners eingreifen, diesen somit foulen und entsprechend negative Konsequenzen für die eigene Mannschaft herbeiführen.

Team
Eine Polomannschaft besteht aus vier Spielern. Die Spieler auf den Positionen 1 und 2 konzentrieren sich vor allem auf den Angriff, die Spieler auf den Positionen 3 und 4 übernehmen hauptsächlich Verteidigungsaufgaben und versuchen, den Angriff von hinten aufzubauen und zu unterstützen. Es gibt keinen Torwart. Der beste Spieler des Teams spielt meist auf der Position drei.

Tritt-In
In der Halbzeitpause sind vor allem die Zuschauer gebeten, beim “Tritt-In” auf dem Platz die ausgeworfenen Rasenstücke und Grassoden wieder einzutreten.

Teamhandicap/Torvorgabe
Die Addition der Einzelhandicaps der vier Spieler einer Mannschaft ergibt das so genannte Team-Handicap. Wenn bei einem Turnier zwei Mannschaften mit unterschiedlichem Team-Handicap gegeneinander antreten, erhält das Team mit dem niedrigeren Handicap eine Torvorgabe. Die Torvorgabe errechnet sich bei einem Spiel mit vier Spielabschnitten (Chukkern) als zwei Drittel der Differenz zwischen den beiden Team-Handicaps. Ist das Ergebnis keine ganze Zahl, so werden die Nachkommastellen als halbes Tor gewertet.

Beispiel für ein Spiel mit vier Chukkern:
Team-Handicap Mannschaft A: 6
Team-Handicap Mannschaft B: 4
Differenz der Team-Handicaps: 2
2/3 von 2 = 4/3 = 1,33
Die Torvorgabe zugunsten von Team B betrüge in diesem Fall 1,5 Tore.

Bei Spielen, die über sechs Chukker gehen, ergibt sich die Torvorgabe als volle Differenz zwischen den beiden Team-Handicaps, im Beispiel wären es genau zwei Tore Differenz.

In der Praxis zeigt sich oft, dass die Torvorgabe nicht ausreicht, um die größere spielerische Leistungsfähigkeit der Mannschaft mit dem höheren Handicap auszugleichen. Es werden daher mit Vorliebe Teams gebildet, deren Team-Handicap exakt dem maximal bei dem jeweiligen Turnier zulässigen Handicap entspricht. Eine Mannschaft, deren Team-Handicap unter dem Handicap-Limit eines Turnieres liegt, bezeichnet man als “nicht ausgehandicapped”. Wenn eine solche Mannschaft dennoch ein Turnier gewinnt, dann sind in den meisten Fällen entweder die einzelnen Spieler über sich hinausgewachsen oder das taktische Zusammenspiel der vier Einzelspieler hat besonders gut funktioniert.

Tierschutz
Tierschutz wird beim Polo groß geschrieben. Die Regeln dienen in erster Linie dem Schutz der kostbaren Pferde. Um diese nicht über Gebühr zu beanspruchen, darf ein Polopferd an einem Tag lediglich maximal zwei Chukker lang eingesetzt werden und das auch nur, wenn dazwischen mindestens ein Chukker Pause liegt. Bei vier Chukkern pro Spiel benötigt ein Spieler daher mindestens zwei Pferde. Viele Spieler haben sogar für jeden neuen Chukker ein frisches Pferd bereit und zusätzlich noch ein fünftes Pferd als Ersatz.

Unterbrechungen
Fällt ein Reiter vom Pferd, läuft das Spiel weiter, sofern sich der Reiter nicht verletzt hat. Stürzt dagegen ein Pferd, gerät ein Zaumzeug in Unordnung oder löst sich eine Bandage, wird das Spiel sofort unterbrochen.

Verhalten als Zuschauer
Wer als Zuschauer ein Polospiel besucht, sollte sich bewusst sein, welche Gefahren von einem hart geschlagenen Ball oder von einem Pferd ausgehen können. Sowohl zum Spielfeld als auch zu den Pferden ist stets ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten. Dies gilt insbesondere für Kinder. Hunde sind unbedingt an der Leine zu führen. Jeder Zuschauer betritt das Veranstaltungsgelände auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung bei Unfällen, Beschädigungen oder dem Verlust von Gegenständen.

 

Polo Basics & Regeln


Basics

Abreiten: Das Eindringen in das Wegerecht eines anderen Spielers ist dann kein Foul, wenn sich beide Spieler auf etwa gleicher Höhe befinden und annähernd gleich schnell in dieselbe Richtung unterwegs sind. Dann kann ein Spieler sein Pferd parallel oder im stumpfen Winkel gegen das Pferd des Wegerechtsinhabers steuern und ihn so von der Balllinie schieben. Dieses so genannte Abreiten entspricht dem Bodycheck im Eishockey und darf nur mit angelegtem Oberarm ausgeführt werden.

Balllinie: Welcher Spieler das Wegerecht in einer konkreten Spielsituation besitzt, richtet sich nach der Position der Spieler relativ zu einer imaginären Linie auf dem Spielfeld, der so genannten Balllinie. Würde man statt des Balles eine Rolle Toilettenpapier über das Spielfeld rollen, so könnte man hinterher anhand des abgerollten Papiers tatsächlich eine Linie auf dem Rasen erkennen. Da der Poloball keine solche Spur hinterlässt, müssen Spieler und Schiedsrichter stets hoch konzentriert den Lauf des Balles verfolgen, um darüber im Bilde zu sein, welche Balllinie gerade Gültigkeit hat. Ändert sich die Lauf- bzw. Flugrichtung des Balles nämlich, so gilt sofort die neue Balllinie für die Zuordnung des Wegerechts.

Dauer: Ein Spiel ist in vier Spielabschnitte aufgeteilt, die so genannten Chukker. Sobald ein Schiedsrichter pfeift, wird die Zeit angehalten. Erst bei Fortsetzung des Spiels läuft die Zeit weiter. Nach Ablauf von sieben Minuten eines jeden Chukkers ertönt eine Glocke. In den ersten drei Chukkern eines Spieles geht es nach dieser Glocke noch maximal 30 Sekunden weiter, bevor entweder eine Spielunterbrechung (Foul, Ball im Aus o. ä.) oder eine zweite Glocke den Spielabschnitt beenden. Der letzte Chukker und damit das Spiel endet dagegen schon mit der ersten Glocke nach sieben Minuten.

Fouls: Das Eindringen in das Wegerecht eines anderen Spielers wird als Foul gewertet und führt in der Regel zu einem Strafschlag (Penalty). Je nach Ort und Schwere des Fouls können die Schiedsrichter unterschiedliche Strafen verhängen, z. B. unmittelbar auf Tor entscheiden, einen Strafschlag aus 30, 40 oder 60 Yard Entfernung zum Tor verhängen oder den Strafschlag direkt vom Ort des Fouls aus ausführen lassen.

Hooken: Eine weitere erlaubte Technik, um den Ball führenden Spieler vom Ball zu trennen, ist das so genannte Hooken. Dabei wird der Poloschläger so in den Schlag des Gegners gehalten, dass dieser den Ball verfehlt. Erlaubt ist das Hooken nur, solange man den Schläger nicht über Schulterhöhe des Gegners hält, da dieser sich ansonsten beim Schlagen verletzten könnte. Hooken über, unter vor oder hinter dem Pferdekörper ist nicht erlaubt, man muss sich also entweder neben dem Gegner auf der Seite, auf der er den Ball führt, aufhalten oder unmittelbar hinter ihm, um hooken zu können.

Spielbeginn: Zu Beginn eines Spiels wird der Ball in der Spielfeldmitte von einem der Umpires zwischen die einander gegenüber postierten Mannschaften geworfen (Throw-in). Derselbe Vorgang findet statt, nachdem ein Tor erzielt wurde, wenn das Spiel unterbrochen wurde und danach fortgesetzt wird sowie nachdem der Ball ins Seitenaus gegangen ist, in den beiden letztgenannten Fällen jedoch nicht in der Mitte des Spielfeldes sondern am Ort des auslösenden Vorfalls.

Schiedsrichter: Ein Polospiel wird geleitet von zwei berittenen Schiedsrichtern (Umpires). Sind sich die beiden Umpires uneinig, so entscheidet ein neben dem Spielfeld erhöht postierter Oberschiedsrichter (Referee). Die beiden Umpires tragen normaler Weise schwarz-weiss längs gestreifte Shirts, ähnlich wie die Schiedsrichter beim Eishockey oder beim American Football.

Torrichter: Die Tore sind nach oben offen, ähnlich wie beim Rugby oder American Football. Sofern der Ball zwischen den Pfosten durchgeht, zählt es als Tor, unabhängig davon, ob der Ball auf dem Boden rollt oder in 20 Metern Höhe die Torlinie passiert. Hinter jedem Tor ist ein Torrichter postiert, der durch Schwenken eines Fähnchens ein Tor signalisiert und das Fähnchen nach unten hält, wenn der Ball ins Toraus gegangen ist.

Toraus: Geht der Ball ins Toraus, wird nicht wie beim Seitenaus vom Schiedsrichter eingeworfen. Stattdessen kann die verteidigende Mannschaft den Ball von der Torauslinie wieder ins Spiel bringen, wenn der Ball von den Angreifern ins Aus befördert wurde. Haben die Verteidiger den Ball ins Toraus geschlagen, so erhalten die Angreifer statt eines Eckballs wie im Fußball einen Freischlag von der 60-Yards-Linie, und zwar genau auf Höhe der Stelle, an der der Ball ins Aus gegangen ist.

Wegerecht: Ein Polopferd wiegt rund eine halbe Tonne und kann im Spiel Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern erreichen. Da unter diesen Umständen Zusammenstöße schlimmste Folgen nach sich ziehen könnten, existiert im Polo, ähnlich wie im Straßenverkehr oder in der Schifffahrt, ein ausgefeiltes Regelwerk, das genau festlegt, welcher Spieler in welcher Situation vorfahrtberechtigt ist. Die Vorfahrtberechtigung im Polo wird als Wegerecht bezeichnet. Das Wegerecht kann man sich als einen gesicherten Raum vorstellen, der breit genug ist, damit ein Polospieler samt Pferd hineinpasst, also etwa eineinhalb Meter, und der sich nach vorn in die Richtung erstreckt, in die sich der Spieler bewegt, der gerade im Besitz des Wegerechts ist. Die entscheidende Frage ist, wie weit nach vorn das Wegerecht sich ausdehnt. Hier haben die Schiedsrichter einen Ermessensspielraum: je nachdem wie schnell der Wegerechtsinhaber unterwegs ist, um so weiter erstreckt sich der gesicherte Raum vor ihm, in den andere Spieler nicht eindringen dürfen.

Wegerechtsinhaber: Grundsätzlich ist der Spieler im Besitz des Wegerechts, der in dieselbe Richtung reitet, in die sich der Ball gerade bewegt und gleichzeitig die Balllinie unmittelbar neben sich auf der rechten Seite seines Pferdes (offside) hat. Erfüllt in einer Spielsituation kein Spieler diese Voraussetzungen, so besitzt derjenige Spieler das Wegerecht, der dem Ball im spitzesten Winkel zur Balllinie auf seiner rechten Seite folgt. Neben diesen grundsätzlichen Überlegungen gibt es noch mehrere spezielle Regelungen, die in besonderen Situationen greifen, z. B. wenn zwei Spieler nebeneinander reiten oder wenn ein Spieler dem Ball entgegen reitet. Aufgrund der Schnelligkeit des Spiels und der häufigen Richtungswechsel ist es sowohl für Schiedsrichter als auch Spieler eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, sich in jeder Spielsituation darüber im Klaren zu sein, wer gerade im Besitz des Wegerechts ist.

 

Polo Geschichte


Unbekannt ist der genaue Ursprung des Polosports. Sicher ist, dass in Persien bereits im 6. Jh. v. Chr. Polo gespielt wurde. Auch China kann auf eine mehrere Jahrtausende alte Polotradition verweisen. Wahrscheinlich haben sowohl die Perser als auch die Chinesen das Spiel von zentralasiatischen Reiterstämmen übernommen, die als Nomaden gleichsam im Pferdesattel lebten und die das Gebiet von der Chinesischen Mauer im Osten bis zum kaspischen Meer im Westen bevölkerten.

Alexander der Große war einer der berühmtesten Polospieler. Als er im Jahre 336 v. Chr. die Nachfolge seines Vaters antrat, schenkte ihm der persische König Darius III einen Poloschläger mit Ball und der Botschaft, Alexander möge sich mit dem Polospiel begnügen und das Kriegführen anderen überlassen. Der junge Alexander bedankte sich für das Geschenk und teilte mit, es sei in der Tat von großer Symbolkraft: der Schläger repräsentiere ihn selbst, Alexander, und der Ball die Erde, welche er zu erobern vorhabe. Im 13. Jh. war es Dschingis Khan, der seine Krieger zum Polospiel ermunterte, damit sie dabei für den Krieg geschult würden. Einer seiner Nachfolger, Tamerlan, ordnete sogar an, dass seine Kavallerie beim Polospiel die Köpfe getöteter Feinde als Bälle verwenden solle.

In Asien war Polo über 2.000 Jahre lang eine der Lieblingsbeschäftigungen der Herrscherhäuser. In China ging man sogar phasenweise so weit, nur diejenigen hohe Staatsämter bekleiden zu lassen, die sich im Polo besonders ausgezeichnet hatten. Mit dem Zusammenbruch der großen Reiche in Asien verschwand Polo jedoch aus dem öffentlichen Leben.

Das vormoderne Polo hatte seine letzte große Blüte im 15. und 16. Jh. in Indien als Nationalsport unter den Großmoguln. Als das Mogulreich im 17. Jh. ins Wanken geriet und Indien schließlich im 18. Jh. in blutigen Kriegen und im Chaos versank, geriet das Polospiel fast vollständig in Vergessenheit. Glücklicherweise überdauerte Polo diese Phase in einigen wenigen entlegenen Hochgebirgsregionen, die von den politischen Tumulten verschont blieben.

Die beiden britischen Kolonialoffiziere Joseph Sherer und Robert Stewart, wurden in einem solchen Gebirgsdorf Zeugen eines Polospiels und waren so fasziniert davon, dass sie im Jahre 1859 gemeinsam mit sieben Teepflanzern den ersten modernen Poloclub gründeten, den Silchar Polo Club. Dieser Club trug regelmäßig Spiele gegen lokale Mannschaften aus.

Sherer und Stewart leiteten die Bezeichnung Polo von dem tibetischen Wort Pulu ab, was soviel wie Weidenwurzel bedeutet. In jedem Jahr im Herbst wurden in Tibet Bisamratten gejagt und mit einem Stock vom Pferd aus getötet. Im Sommer übten die Jäger mit einem lederumwickelten Ball aus Weidenwurzelholz.

Im Jahre 1862 wurde in Kalkutta das erste moderne Polospiel vor Zuschauern abgehalten und 1863 wurde der Kalkutta Polo Club gegründet, der älteste noch existierende Poloclub der Welt. Bereits damals beinhalteten die Regeln, dass kein Spieler unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen dürfe.

Der Polosport breitete sich in den folgenden Jahren in ganz Britisch-Indien aus. Im Jahre 1869 las ein britischer Offizier im englishen Aldershot nach dem Mittagessen in dem Magazin „Field“ einen Bericht über den neuen Sport. Bereits wenige Stunden später probierten einige Offiziere mit Hockeyschlägern vom Pferd aus Billiardkugeln zu treffen. Noch im selben Jahr fand das erste Polospiel zwischen zwei Regimentern auf englischem Boden statt. Die Zeitungen berichteten damals, dass nahezu jeder, der in London etwas auf sich hielt, zu diesem Spiel anreiste.

1872 wurde der erste Poloclub in England gegründet, die Hurlingham Polo Association, bis zum heutigen Tag für viele polospielende Nationen eine Art Dachverband, im Jahre 1875.

Irische und englische Farmer führten Polo in Argentinien ein, wo 1875 das erste Spiel stattfand. Ein Jahr später folgte Australien, und ebenfalls 1876 wurde auch das erste Spiel in den USA organisiert. Der erste deutsche Poloclub wurde 1898 in Hamburg gegründet.

In den Jahren 1900, 1908, 1920, 1924 und 1936 war Polo olympische Disziplin. Während bis 1920 drei Mal die Mannschaft aus Großbritannien Olympiasieger wurde, gewannen 1924 erstmals die Argentinier die Goldmedaille. Im Jahre 1936 wiederholte Argentinien seinen Triumph auf dem Berliner Maifeld, indem es Großbritannien sehr deutlich mit 11:0 schlug. Polo war während der Spiele in Berlin die olympische Sportart mit den meisten Zuschauern. Der Siegermannschaft in Berlin wurde zusätzlich zu den Goldmedaillen als Erinnerung ein Topf mit einer kleinen Eiche aus dem Schwarzwald überreicht. Noch heute steht diese Eiche, zu einem stattlichen Baum herangewachsen, hinter der Haupttribüne des Polostadions in Buenos Aires und spendet den Besuchern der Palermo Open, dem sportlich wertvollsten Poloturnier der Welt, willkommenen Schatten.

Argentinien hat seine weltweite Vorherrschaft im Polosport bis heute erhalten können. Als bester Polospieler der Welt gilt aktuell der Argentinier Adolfo Cambiaso (Handicap +10).

Alle Angaben ohne Gewähr